Odenwald-Explorer des MSC Lindenfels

Fehlt euer Termin im Kalender? Dann aber nichts wie hier rein damit.

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Odenwald-Explorer des MSC Lindenfels

Ungelesener Beitragvon Frankenstein » 26. 5. 06. 15:13

Wie alle Geschichten aus der guten alten Zeit fängt dieser Beitrag mit „Es war einmal“ an.

Es war einmal eine Zeit, da war der Orientierungssport und der Rallyesport eng miteinander verwoben. Die Fahrer gingen mit entsprechend vorbereiteten Fahrzeugen an den Start. Die Orientierung fand vorwiegend nachts in Weinbergen, in finsteren Wäldern oder auf schmierigen Wiesenwegen statt. Die Schnitte waren hoch, vierzig besetzte Kontrollen auf 20 km OE taten ihr übriges und wenn der Veranstalter meinte, dass dies alles nicht reichte, dann wurden die Uhren noch entsprechend verstellt. Es kam also in erster Linie drauf an, kräftig Gas zu geben und dabei noch die Orientierungsaufgaben zu lösen.

Es war eine tolle Zeit und die Erinnerung daran, als einziger eine knallharte OE in Weingarten oder im Fürther Wald mit null Fehlern in der Sollzeit geschafft zu haben, macht auch jetzt noch ein bisschen stolz. Aber 1983 hatte die ONS das Reglement geändert und der Orientierungssport war mit einem Male tot. Nach langen Jahren hat sich inzwischen aus einem zarten Pflänzchen wieder eine ganz ordentliche Szene entwickelt. Aber wir leben heute in einem anderen Jahrtausend und die Veranstaltungen finden mit serienmäßigen Autos vorwiegend bei Tageslicht, auf öffentlichen Straßen oder auf von Spaziergängern bevölkerten Wanderwegen statt. Dass bei einer solchen Veranstaltung eine Entscheidung alleine durch die Zeitwertung fällt, ist eigentlich undenkbar und passt überhaupt nicht in die Zeit.

Vor 14 Tagen habe ich in einem Forumsbeitrag zum Thema "Was wollen Anfänger" darauf aufmerksam gemacht, dass die Veranstalter im Ori-Südwestpokal von der Veranstaltergemeinschaft eine Zeitwertung vorgegeben bekommen, die im krassen Gegensatz zum oben gesagten steht, nämlich dass der, der nahe an die Karenz kommt, um jede Minute kämpfen muss, weil dann nur noch die Zeit zählt und richtig angefahrenen Kontrollen gar nichts mehr. Der eigentliche Zweck, nämlich richtig zu orientieren, tritt dann total in den Hintergrund und nur noch der Gasfuß entscheidet. Ich bin mit diesem Beitrag auf wenig Verständnis gestoßen. Allein die Tatsache, dass bisher kein Teilnehmer diesen Sachverhalt in einem Fragebogen zu Papier gebracht hatte, hatte ausgereicht, sich nicht weiter mit diesem Thema beschäftigen zu wollen. Mit etwas mehr Phantasie hätte man sich allerdings schon das Szenario vorstellen können, das am vergangenen Samstag Wirklichkeit wurde.

Damit komme ich nach langer Einleitung zu der Veranstaltung „Odenwald-Explorer“ vom MSC Lindenfels. Zum Glück hatten bei dieser Veranstaltung vorwiegend erfahrene Teams teilgenommen, denn ein Nachwuchsteam hätte mit Sicherheit keinen Fragebogen mehr ausgefüllt. Ich wage sogar zu behaupten, dass dieses Nachwuchsteam in seinem Leben auch nie mehr ein Nennungsformular ausgefüllt hätte. Denn den beiden sehr interessant geschriebenen Berichten zu dieser Veranstaltung war zu entnehmen, dass selbst Spitzenteams nur dann eine Chance hatten, wenn sie gnadenlos Gas gegeben hatten und dann noch aufgrund langjähriger Erfahrung und Ortskenntnis wussten, welche Steckenteile man auslassen konnte, um die Sollzeit zu schaffen oder zumindest innerhalb der Karenz ins Ziel zu kommen.

Aus eigenem Erleben gab es für die Zeitnot der Teilnehmer drei Gründe.

1.) Erstens hat sicher der Veranstalter den einen oder anderen Fehler gemacht, der den Teilnehmer viel Zeit gekostet hat. In einem der Berichte hier auf der Website wurden diese ja auch ausführlichst dokumentiert. Um die Fairness zu wahren, sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass Fahrleiter Michael Daab durch einen Klinikaufenthalt kurz vor der Veranstaltung in der Vorbereitung der Fahrt erheblich zurückgeworfen wurde. Dafür sollte jeder auch noch so kritisch eingestellte Teilnehmer Verständnis zeigen. Allgemein ist festzustellen, dass mit Fehlern des Veranstalters immer zu rechnen ist. Das Niveau einzelner OSWP-Veranstaltungen ist ausgesprochen hoch. Diese kann man jedoch nicht als Maßstab für alle nehmen. So wie es unter den Teilnehmern eine A-Klasse und B-Klasse gibt, so muss man dies auch den Veranstaltern zugestehen. Es sei daran erinnert, dass das Veranstalterteam als Teilnehmer schließlich auch in der B-Klasse fährt und insofern noch in der Lernphase ist. Unter diesen Gesichtspunkten war es eine ganz ordentliche Veranstaltung. Ich bin jedenfalls in der Vergangenheit schon wesentlich schlechtere Fahrten gefahren. Und ich bin auch schon bessere Fahrten gefahren, die auch nicht fehlerfrei waren. Ich persönlich rechne bei den unerfahreneren Veranstaltern mit Fehlern und ärgere mich viel mehr über Fehler bei den besseren Veranstaltungen, weil ich sie dort nicht erwarte.

2.) Dann hat zum anderen auch das extreme Wetter mit umgefallenen Bäumen und diversen Blockaden der Feuerwehr ein weiteres dazu beigetragen. Das Wetter ist ein nicht einkalkulierbarer Faktor, aber der Veranstalter sollte in der Lage sein, auf solche Ereignisse angemessen zu reagieren. Michael Daab wollte darauf reagieren, indem er am Ziel die strafpunktfreie Fahrzeit sowie die Karenz erhöhen wollte. Eigentlich eine aufgrund der am Samstag vorliegenden außergewöhnlichen Bedingungen weise und richtige Entscheidung. Doch da hätte man sich mal das Geschrei der Teilnehmer anhören sollen, die ihre Felle haben davon schwimmen sehen, weil sie die Zeitwertung gegenüber den Kontrollen favorisiert hatten und vorzeitig das Ziel angefahren sind. Um es noch mal deutlich zu sagen, sie haben nicht abgebrochen, um in der Karenz zu bleiben, sondern sie haben abgebrochen, um keine Karenz in Anspruch zu nehmen. Da muss man sich fragen, welchen Sinn dann eine Karenz überhaupt hat! Übrigens wie so oft im Leben, wer laut schreit, bekommt recht. Also wurde hier eine Chance, in der richtigen Weise zu reagieren, verpasst.

3.) Und sicher -so kann ich zumindest für mich persönlich feststellen- hatte auch eigene Blödheit einen Anteil an weiteren Zeitverlusten.

Zusammenfassend ist meines Erachtens festzustellen, dass trotz aller Kritik, die der Veranstalter im Laufe des Abends und hier auf der Website zu hören bekam, Michael Daab und sein Team nicht die Hauptschuld an der irregulär verlaufenen Veranstaltung tragen. So richtig kaputt gemacht wurde die Veranstaltung zum einen durch die von der Veranstalterserie vorgeschriebene unflexible Beschränkung der Karenz auf 30 Minuten und noch mehr durch die total unsinnige Bewertung der Minute Verspätung mit der Punktzahl einer halben Kontrolle. Ohne dieses starre Reglement wären alle von wem auch immer verursachten Zeitverluste locker wegzustecken gewesen. Keiner hätte abbrechen müssen und der, der richtig orientiert hatte, wäre auch entsprechend belohnt worden. Und dies ist noch nicht mal aus dem Blickwinkel eines Anfängerteams gesehen. Für die gilt es noch um ein vielfaches mehr.

Was uns persönlich betrifft, sind wir, nachdem klar wurde, dass es auf die Kontrollen doch nicht mehr ankommt, die Fahrt locker zu Ende gefahren und haben so etliche Minuten und damit massig Strafpunkte gefangen. Fahrer und Fahrzeug wären zwar zu einer deutlich schnelleren Gangart in der Lage gewesen, aber diese Erlebnisse hatten wir vor mehr als zwanzig Jahren zur Genüge gehabt. Die brauchen wir heute nicht mehr.
Zuletzt geändert von Frankenstein am 26. 5. 06. 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Odenwald-Explorer des MSC Lindenfels

Ungelesener Beitragvon mikemannem » 26. 5. 06. 18:34

Fallensteller hat geschrieben: Doch da hätte man sich mal das Geschrei der Teilnehmer anhören sollen, die ihre Felle haben davon schwimmen sehen, weil sie die Zeitwertung gegenüber den Kontrollen favorisiert hatten und vorzeitig das Ziel angefahren sind. Um es noch mal deutlich zu sagen, sie haben nicht abgebrochen, um in der Karenz zu bleiben, sondern sie haben abgebrochen, um keine Karenz in Anspruch zu nehmen. Da muss man sich fragen, welchen Sinn dann eine Karenz überhaupt hat! Übrigens wie so oft im Leben, wer laut schreit, bekommt recht. Also wurde hier eine Chance, in der richtigen Weise zu reagieren, verpasst.


Damit bin wahrscheinlich auch ich gemeint.
Aber wenn ich eine Regel habe muss ich mich daran halten mann kann nicht während des spieles die regeln ändern.
Man hätte allerdings bei einer Stempelkontrolle allen Teilnehmern sagen können ihr bekommt aus dem und dem Grund 30 min. mehr Zeit.
Aber im Ziel einem Teilnehmer der abgebrochen hat und da ohne Übersichtskarte nicht auf den ersten Blick zuerkennen war wie weit es bis ins Ziel ist im Ziel zusagen " Die Zeit wird nicht gewertet" Dass kann nicht sein.


So richtig kaputt gemacht wurde die Veranstaltung zum einen durch die von der Veranstalterserie vorgeschriebene unflexible Beschränkung der Karenz auf 30 Minuten und noch mehr durch die total unsinnige Bewertung der Minute Verspätung mit der Punktzahl einer halben Kontrolle. Ohne dieses starre Reglement wären alle von wem auch immer verursachten Zeitverluste locker wegzustecken gewesen.


Laut OSWP Reglement kann jeder Veranstalter jede OSWP-Regel ändern er muss diese Änderung nur in der Ausschreibung bekannt geben.
Absatz 13 der OSWP-Veranstaltungsregeln:

13. Abweichung dieser Veranstaltungsregeln sind in der Einzelausschreibung anzukündigen.

Soviel zu einem starren Reglement

Allerdings gebe ich Dir recht das es aufgrund unglücklicher Umstände zu diesem Problem kam
Im letzten Jahr war es eine durchaus gelungene Fahrt und die nächst wird bestimmt auch wieder besser.
Auch ich habe schon schlechte Fahrten gemacht, und weiss was ein Fahrtleiter dann durchmacht. Man muß nur aus seinen Fehlern lernen, dann werden die Veranstaltungen immer besser

Ich fahr den Odenwaldexplorer III

Gruß mike
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Ungelesener Beitragvon Frankenstein » 26. 5. 06. 19:03

@ mikemannem

Was das Thema Fahrzeit- bzw. Karenzverlängerung angeht, habe ich auch nicht vorgehabt, Dich persönlich anzugreifen. Mir ging es darum, deutlich zu machen, dass die Bewertung der Minute Karenzübeschreitung die Teilnehmer ja erst zum Abbrechen veranlasst hatte. Ohne diese Punktwertung hättet Ihr nicht abgebrochen, sondern die Karenz in Anspruch genommen. Und in diesem Fall hätte der Fahrtleiter sehr wohl eine Möglichkeit gehabt, auch am Ziel noch eine Korrektur vorzunehmen.

Zum dem Thema starre Regeln:
Wenn selbst ein erfahrener Veranstalter wie Peter Trunner diese Wertung bei seiner Veranstaltung anwendet, und sie gegenüber vorgebrachten Bedenken verteidigt, kannst Du nicht davon ausgehen, dass ein Nachwuchsveranstalter wie Michael Daab die Tragweite dieser Wertung für seine eigene Veranstaltung erkennt -und selbst wenn das Reglement es zulässt- von den Vorgaben abweicht. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass er für das nächste Jahr darüber nachdenkt.

Es würde mich interessieren, ob Du nach den Erfahrungen des letzten Samstags diese Wertung nach wie vor für in Ordnung hältst. Ich habe inzwischen mit einem anderen OWSP-Veranstalter gesprochen, der meine Bedenken teilt.

Übrigens noch eins zum Thema Übersichtskarte:
Auch wenn der Veranstalter diese zur Verfügung stellen sollte. Zu der Zeit, in der ich aktiv war, habe ich keinen guten Beifahrer gekannt, der ohne Generalkarte zu einer Veranstaltung aufgebrochen ist.
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Ungelesener Beitragvon Peter Trunner » 26. 5. 06. 22:32

Hallo Fallensteller,

nun mach doch mal einen richtig vernünftigen Vorschlag, wie das mit der Fahrzeit gerne hättest!
Wenn ich mich perönlich gegen einen Schnitt über 30 km/h ausspreche, hälst Du voll dagegen. Wir haben einen Schnitt von 25km/h und entgegen vieler anderer Veranstaltungserien eine Karenzzeit von 30 Minuten.
Das ist nicht üblich und von vielen Dachverbänden und anderen Organistionen die auch gegen den Motorsport sind, sogar verboten.
Straffreie Karenz, oder was schwebt dir vor?
Es spielt keine Rolle, ob es pro Minute 1 oder 100 Strafpunkte gibt. Es läuft immer aufs gleiche hinaus: Wer länger fährt hat mehr Punkte!

Aber ich warte jetzt mal auf einen Vorschlag.

Das Problem vom Samstag ist ein ganz anderes. Leider weiß ich nicht wie z.B. die Nichtüberlappung und die OK 14 gewertet wurde. Da wird immer viel zu schnell von neutralisieren geredet. Nein, der der die 14 notiert hat und einen Pfeil der 400 Meter näher lag nicht vorher angefahren hat dem gehören 10 Strafpunkte aufgebrummt, an den anderen ähnlich gelagerten Stellen genauso. Aber ich möchte hier keinesfalls schlecht über die Fahrt reden oder schreiben. Es ist ein altes und mir persönlich sehr wohl bekanntes Problem aufgetretten. Ich habe den Opel-Kadett-C-Club, SuFF Schorndorf usw. und auch diesen Fahrtleiter darauf aufmerksam gemacht. Ich warne immer wieder davor, aber keiner hört mir zu.


Der erste Obenwaldexplorer war echt Klasse und der dritte wird es auch! Dessen bin ich mir sicher.

Gruß Peter
Peter Trunner
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Ungelesener Beitragvon michl » 26. 5. 06. 23:33

Bei den meisten ORIs, die ich fahre, gibt es für jede Minute der Karenz einen halben Strafpunkt.
für jeder fehlende Kontrolle 10 Strafpunkte
damit ergibt sich ein Verhältnis von 20 Karenzminuten zu einer Kontrolle, bei manchen ORIs zählt die Karenz erst bei Punktgleichheit.

Karenz mindestens 60 Minuten

Michl
Einer faehrt immer hinterher, und hat vielleicht ein paar Kontrollen und Karenzminuten mehr
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Ungelesener Beitragvon Frankenstein » 27. 5. 06. 0:59

Peter Trunner hat geschrieben:Hallo Fallensteller,

nun mach doch mal einen richtig vernünftigen Vorschlag, wie das mit der Fahrzeit gerne hättest!
Wenn ich mich persönlich gegen einen Schnitt über 30 km/h ausspreche, hälst Du voll dagegen.

Es spielt keine Rolle, ob es pro Minute 1 oder 100 Strafpunkte gibt. Es läuft immer aufs gleiche hinaus: Wer länger fährt hat mehr Punkte!

Aber ich warte jetzt mal auf einen Vorschlag.
Gruß Peter



Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt, aber ich wiederhole es gern noch mal. Ich halte keinesfalls voll dagegen, wenn Du dich gegen einen Schnitt von über 30 km/h ausssprichst. Ich sehe nur einen Widerspruch darin, auf der einen Seite einen niedrigen Schnitt mit der Begründung 'Verkehrssicherheit' zu propagieren und dann auf der anderen Seite die Inanspruchnahme der Karenz unangemessen hoch zu bestrafen und damit in der Praxis ein Straßenrennen zu verursachen.

Lindenfels war doch eigentlich Beispiel genug, dass es auf den ursprünglich angesetzten Schnitt doch gar nicht ankommt. Wenn man aus welchen Gründen auch immer (wie hier Veranstalterfehler, Wetterbedingungen, Straßensperrungen, eigene Fehler) Zeit verbraucht, ist der Veranstalterschnitt doch nur theoretischer Natur. In der Realität liegt der Schnitt dann bei vielleicht 40 km/h, vielleicht 50 km/h, letzten Samstag wahrscheinlich sogar deutlich darüber.

Und jetzt kommt der Widerspruch in Deiner Argumentation. Es ist keinesfalls unerheblich, ob die Minute Karenz mit 1 oder 100 Punkten bestraft wird. Bei der Wertung, wie ich sie kritisiere, war jeder daran interessiert, nach Erreichen der 200 Minuten abzubrechen, weil die Bestrafung für die Inanspruchnahme der Karenz so hoch ist, dass alle Bemühungen, die man zum Auffinden einer Kontrolle gemacht hatte, zunichte gemacht würden. Man war vielmehr bemüht, die Karenz gar nicht in Anspruch zu nehmen. Das posting von 'mikemannem' zeigt dies doch deutlich. Er hatte ja nicht abgebrochen, um in der Karenz zu bleiben, sondern um möglichst nicht in die Karenz zu kommen. Wenn man aber eine Wertung so gestaltet, dass der Teilnehmer gar nicht daran interessiert ist, Karenz zu nehmen, welchen Zweck hat sie dann überhaupt?

Zielsetzung war doch am Samstag vielmehr, möglichst viel Strecke innerhalb der geforderten 200 Minuten zu schaffen. Das hieß dann im Endeffekt Straßenrennen!. Als weiterer Beleg aus dem zweiten Bericht hier auf der Website das folgende Zitat: "Den nächsten Pfeil geht über die Kreuzung; alle weiteren Wege gesperrt, ich seh nix wo´s weiter geht. Lassen wir aus, haben eh keine Zeit. Weiter „Feuer frei“."

Ist es das, was Du propagierst?

Meine Alternative, und das habe ich vor 14 Tagen so geschrieben und Lindenfels hat mich umsomehr darin bestätigt, ist, die Karenz mit maximal 1 Punkt, oder wie michl vorschlägt 0,5 Punkten zu bestrafen und gleichzeitig die Karenz zu verlängern. Was wäre dann passiert. Die Teilnehmer hätten Ihre Aktivitäten dahin verlagert, statt 'Feuer frei' zu machen, die Fahrt zu Ende zu fahren und hätten zur Lösung einer Aufgabenstellung auch Zeit investiert. Die Anzahl der Kontrollfehler hätte entschieden und nicht, wer wann abgebrochen hat, bzw. wenn er nicht abgebrochen hatte, um wieviel Minuten er zu langsam war.

Ist doch eigentlich ganz einfache Mathematik:

...........................................................Wertung OSWP: .........Wertung michl:
Teilnehmer A: 8 Kontrollfehler, 0 Minuten .........80 Pkt.................80 Pkt.
Teilnehmer B: 6 Kontrollfehler, 6 Minuten .........90 Pkt.................63 Pkt.
Teilnehmer C: 4 Kontrollfehler, 12 Minuten ......100 Pkt................46 Pkt.
Teilnehmer D: 2 Kontrollfehler, 32 Minuten .......adW...................36 Pkt.
Teilnehmer E: 0 Kontrollfehler, 28 Minuten ......140 Pkt................14 Pkt.

Sieger nach OSWP-Reglement: Teilnehmer A
Sieger nach michl-Reglement: Teilnehmer E

Frage 1: Was ist jetzt eher im Sinne eines fairen Orientierungssports, vor allem wenn man davon ausgehen kann, dass ein Großteil der Zeitfehler nicht durch den Teilnehmer, sondern durch Fehler des Veranstalters bzw. durch Straßensperrungen verursacht wurden?

Frage 2: Und was ist im Sinne der Verkehrssicherheit (Stichwort "Feuer frei") die bessere Lösung?

Frage 3: Was dient eher dem Heranführen von Nachwuchsteams an diesen Sport?


Wenn jetzt immer noch die Antwort kommt: "Es spielt keine Rolle, ob es pro Minute 1 oder 100 Strafpunkte gibt. Es läuft immer aufs gleiche hinaus: Wer länger fährt hat mehr Punkte! ", dann geb ich's auf.


Die Diskussion um die ominöse OK 14 ist in diesem Zusammenhang eigentlich unerheblich, denn eine Pinkelpause von 2 Minuten hätte ja in der Wertung genausoviel ausgemacht. Aber wenn Du meine Meinung dazu hören willst, bitte:

Das OSWP-Pokal-Reglement sagt aus, soweit ich es kenne, dass nicht nach der Musterbordkarte des Veranstalters gewertet werden darf, sondern nach der richtigen Lösung. Deinem Bericht ist zu entnehmen, dass alle Wege, die Ihr versucht hattet, gesperrt waren. Also gibt es keine richtige Lösung.

Folglich ist die 14 nicht positiv zu werten und auch nicht negativ. Sie ist zu neutralisieren. Hättet Ihr eine Lösung innerhalb des Kartenausschnitts präsentieren können, wäre die 14 als Negativkontrolle zu werten und Eure Lösung als die richtige Strecke. Ganz einfach!
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Ungelesener Beitragvon Peter Trunner » 27. 5. 06. 11:13

Auch ich bin kurz vor einer Aufgabe.

Wenn ein Veranstalter seinen Schnitt auf 35km/h hoch setzt, legt er die Durchschnittsgeschwindigkeit um 10 km/h oder um rund 30% höher an. Schau dir diese Zahl mal genau an! Bei solchen Vorgaben kann ich die Karenz ruhig billiger verkaufen, sie wird ja weit mehr in Anspruch genommen und das ist voll geplant. Das stößt mir auf und zwar bitter.
Das was beim Odenwaldexplorer II passiert ist, war doch nicht vom Fahrtleiter beabsichtigt. Solche Dinge passieren einfach immer wieder mal. Das ist Ärgerlich und nicht gut für den Sport, lässt sich aber nie ganz ausschließen.

Wenn du schreibst: Lindenfels war doch eigentlich Beispiel genug, dass es auf den ursprünglich angesetzten Schnitt doch gar nicht ankommt. Da fehlen dir und mir wichtige Grundlagen zur Berechnung der Streckenlängen. Die vom Fahrtleiter gedachte Idealstrecke war voller Fehler. Und wenn im FA 3 in Krumbach beim Sportplatz kein Sperrschild steht, was Du gar nicht überprüft hast sondern den Pfeil 1 = 400m länger gefahren bist, habe ich rund 10 km mehr als alle anderen am Tacho. Das schon bei FA 3. Auch der Versuch einen Weg ohne Sperrschild zu finden brachte mir weit über 10 km, da es drei Straßen zur Auswahl gab.
Mit dem Wissen, das ich bei meinen Bemühungen immer mehr Kilometer gefahren habe, steigt der Druck im Fahrzeug logischer Weise immer weiter. Wenn dann ein Pfeil ins Nirwana führt, kann man nur abbrechen und in Richtung Ziel, mit etwas mehr als 25 auf der Tachoanzeige, fahren.

Das Szenario mit den Teilnehmer A-E kann ich nicht nachvollziehen, da mir hierzu jegliches Basiswissen fehlt! Um Streitereien und dem Gerangel um Punkte komplett aus dem Wege zu gehen, bin ich absichtlich über die Karenz hinaus gefahren. Es wäre für mich einfach gewesen in FA 21 direkt ins Ziel zu fahren um die fehlenden 5-7 Minuten zu retten. Das ich nicht aus der Wertung bin, wundert mich in sofern als das die Regeln doch während, bzw. nach dem Spiel geändert wurden.

Zu deinen Fragen.

1. Die Fahrt, um die du hier deine Diskussion herum aufbaust ist ein schlechtes Maß. Ich gehe davon aus, dass der Fahrtleiter sich genügend Zeit nimmt um eine fehlerfreie Fahrt zu planen. Der Teilnehmer hat nur 3 Stunden um das Rätsel aufzudrösseln. Wenn das Bordbuch fehlerfrei ist, sind die Ehrenrunden, die durch falsche Geistesblitze des Beifahrers zu Stande kommen, alleinig vom Team zu verantworten.
2. Mein Sohn ist ein äußerst ruhiger und umsichtiger Fahrer. Bei einer normalen Ori wirst du uns in keiner 30-Zone schneller als 30 sehen! Ich muss ihn nur immer wieder daran erinnern, das man zum beschleunigen das Gaspedal ganz durchtreten muss.
3. Frage 3 verstehe ich nicht.


Gedankenspiel:

7te keine Camel Trophy Version A
· Streckenlänge 75 Km
· Fahrzeit 3 Stunden
· Entspricht einem Schnitt von 25km/h
· Plus 30 Minuten Karenz a 5 Punkte

Ein Teilnehmer braucht aus unbekanntem Gründen eine Gesamtfahrzeit von 3 Stunden 15 Minuten und bekommt dafür 45 Strafpunkte



7te keine Camel Trophy Version B
· Streckenlänge 75 Km
· Fahrzeit 2 Stunden 10 Minuten
· Entspricht einem Schnitt von ca. 35 km/h
· Plus 30 Minuten Karenz a 1 Punkt oder wenn gewünscht 0,1 Punkt

Ein Teilnehmer braucht aus unbekanntem Gründen eine Gesamtfahrzeit von 3 Stunden 15 Minuten und ist bei Version B wegen Zeitüberschreitung aus der Wertung


Nun kann man ruhig weiter darüber nachdenken:
· Was treibt die Leute mehr zu schnellerem fahren?
· Was ist schädlicher für den Nachwuchs?

Also für mich ist die Rechnung klar, ich bleibe beim alten System.
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Ungelesener Beitragvon Frankenstein » 27. 5. 06. 12:33

Peter Trunner hat geschrieben:
Gedankenspiel:

7te keine Camel Trophy Version A
· Streckenlänge 75 Km
· Fahrzeit 3 Stunden
· Entspricht einem Schnitt von 25km/h
· Plus 30 Minuten Karenz a 5 Punkte

Ein Teilnehmer braucht aus unbekanntem Gründen eine Gesamtfahrzeit von 3 Stunden 15 Minuten und bekommt dafür 45 Strafpunkte


7te keine Camel Trophy Version B
· Streckenlänge 75 Km
· Fahrzeit 2 Stunden 10 Minuten
· Entspricht einem Schnitt von ca. 35 km/h
· Plus 30 Minuten Karenz a 1 Punkt oder wenn gewünscht 0,1 Punkt

Ein Teilnehmer braucht aus unbekanntem Gründen eine Gesamtfahrzeit von 3 Stunden 15 Minuten und ist bei Version B wegen Zeitüberschreitung aus der Wertung


Ich will die Diskussion gar nicht mehr weiter in die Länge ziehen, insofern ist dies mein letzter Beitrag hierzu. Es ging in diesem thread ja schließlich nicht um Schnitterhöhung, sondern ausschließlich um den Vorschlag einer weniger hart bestraften und längeren Karenz nach den Erkenntnissen aus dem Odenwald-Explorer.

Es ging auch nicht um die Kleine Cameltrophy, sondern um die Veranstaltung des MSC Lindenfels. Es ist lobenswert, die Idealvorstellung einer fehlerfreien Fahrt zu haben. Die Wirklichkeit sieht, wie sich am letzten Wochenende gezeigt hat und sich auch in Zukunft vermutlich immer mal wieder zeigen wird, eben doch anders aus. Es ist auch höchst ehrenhaft, dass Dein Sohn sich so vorbildlich im Verkehr verhält, aber ihr wart eben nicht die einzigen Teilnehmer, sondern es gab auch noch 15 andere. Und die Tatsache, dass es Dir schwerfällt, mein Szenario aus dem Blickwinkel eines Nachwuchsteams zu sehen, liegt vielleicht daran, dass Du in Deinen Antworten alles sehr aus Deinem eigenen Blickwinkel betrachtest.

Insofern ist Dein Gedankenspiel, Version B, nicht ganz fair, weil es suggeriert, eine Antwort auf meine Vorschläge zu sein, aber damit überhaupt nichts zu tun hat. 30 Minuten Karenz bei erhöhtem Schnitt stand bei mir niemals zur Diskussion. Ich habe auch niemals für eine kürzere mögliche Gesamtfahrzeit plädiert, sondern ganz im Gegenteil dazu für eine längere. In der gleichen Weise ist auch der Beitrag von Michl zu sehen, der meinen Vorstellungen ziemlich genau entspricht.

Aber wenn Du schon ein Gedankenspiel mit erhöhtem Schnitt machen willst, dann setze doch einfach statt 30 Minuten 90 Minuten Karenz. Die mögliche Gesamtfahrzeit ist dann nur unwesentlich länger als Version A. Vergleiche dann anhand des Ergebnisses des MSC Lindenfels Version B mit Version A. Dann hätte sogar diese von Dir konstruierte Version besser funktioniert als Version A.

Es ist ja schließlich Sinn, eines Forums, dass jeder seinen Standpunkt darlegen kann. Ich meinen, Du Deinen. Das ist Dein gutes Recht. Eine Antwort auf den Sinn und Zweck einer Karenz, die fast alle aus taktischen Gründen nicht in Anspruch nehmen, habe ich allerdings nicht erhalten.

Außerdem verlangt ja keiner, dass Du an Deiner Veranstaltung etwas änderst, wenn dieses Wertungsschema bei anderen Veranstaltungen Schwachstellen aufzeigt. Bei Dir mag es funktionieren (solange nicht auch dort Bäume umfallen). In Lindenfels hat es jedenfalls versagt. Damit klinke ich mich hier aus.

Es wäre vielleicht ganz interessant, auch andere zu dem Thema zu hören.
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Ansichtssache

Ungelesener Beitragvon Peter Kietzmann » 28. 5. 06. 0:45

Hallo Fallensteller,

erstmal ein grosses Lob für deine gelungene Einleitung unter dem Motto "Es war einmal". So war es damals wirklich, Rallye- und Orisport waren recht eng miteinander verwoben und man sah viele Gesichter bei beiden Varianten des Motorsports :D

Inzwischen hat sich viel getan (bei mir auch eine kleine Pause Anfang der 90 Jahre). Im Nord-Osten der Republik gibt es nun eine ADMV Grundausschreibung und dort wird die Karenz (mindestens 60 Minuten) nur bei Punktgleichheit gewertet. Das mag nun das andere Extrem sein, verglichen mit eurer OSWP Wertung. Die ADMV Wertung scheint mir aber näher am Grundgedanken einer Ori zu sein als die OSWP Wertung, die die Bedeutung der Karenz ad Absurdum führt und eigentlich nur einem Wertungsausschluß vorbeugt, falls man die Idealzeit nicht schafft.

Was das Thema Zeitverlängerung angeht, so ist beim ADMV vorgesehen, dass es auf der Strecke eine Kontrolle (DK) mit bekanntem Standort gibt, deren Anfahrt vorgeschrieben ist. Dort kann man die Fahrzeit verlängern, sonst müssen die Teilnehmer bei umgestürzten Bäumen davon ausgehen, dass die Idealzeit unverändert gilt. Also muß man eventuell abbrechen um in Wertung zu bleiben.

Was ihr nun im OSWP daraus macht, bleibt euch überlassen. Eine durchgängige Meinung scheint ja erstmal nicht in Sicht. Eines sollte aber klar sei. Ein Anfänger muss mehr probieren als die Teams, die seit 10-20 Jharen dabei sind. Und wenn es dann für 2 Minuten zusätzliches Nachdenken gleich eine Kontrolle Bestrafung gibt, wie soll ein Anfänger hinter die letzten Geheimnisse des Orisports kommen? Falls er jemals soweit kommt und nicht vorher ein anderes Hobby probiert.

Eine Änderung des Wertungsmodus scheint mir jedenfalls angeraten.

Have fun
:D Peter
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Ungelesener Beitragvon bxfahrer » 28. 5. 06. 1:41

Fallensteller hat geschrieben:Den nächsten Pfeil geht über die Kreuzung; alle weiteren Wege gesperrt, ich seh nix wo´s weiter geht. Lassen wir aus, haben eh keine Zeit. Weiter „Feuer frei“."


Der Ausschnitt stammt aus meinem BEricht, mit "Feuer frei" ist und war gemeint, easy zu fahren, keine Ecken, Parkplätze, etc. Also nur fahren. Die Straße war übrigends die B38 ohne Ortsdurchfahrten.

Der Odenwaldpokal, zudem die II Odenwaldexplorer auch zählte, gibt eine KArenz von 30min vor, die mit 1Pkt/min bestraft wird. Eine Kontrolle hat 20Pkt.
Wir waren uns im Ziellokal einig, das die Odenwaldpokalwertung besser, interessanter ist. Ich hät dann den Weg über der KReuzung auch gesucht. Aber die Regel gab halt 2 min= 1Kontrolle vor und daran hab ich mich zu halten.

ICh denke, so wie Mike, an der Stempelkontrolle an den Kliniken beim Peter wäre eine ZEitgutschrift von 30min Strafpunktfrei und event. eine Erhöhung der KArenz auf 60min angebracht gewesen. Damit hätte man die Wetterprobleme weitgehend in den Griff bekommen.

Die Organisatoren der Odenwaldexplorer Peter und Michael werden sicherlich aus ihren Fehlern lernen und diese bei der nächsten Ausgabe versuchen zu vermeiden. Ich stehe 2007 wieder am Start!

Grüße

René
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Ungelesener Beitragvon Hondapeter » 28. 5. 06. 2:04

Wir waren uns im Ziellokal einig, das die Odenwaldpokalwertung besser, interessanter ist. Ich hät dann den Weg über der KReuzung auch gesucht. Aber die Regel gab halt 2 min= 1Kontrolle vor und daran hab ich mich zu halten.

hier muss ich dir leider kurz widersprechen, die Rahmenausschreibung des Odenwaldpokales sagt nichts über
die Wertung aus, deshalb werden auch teilweise besetzte Kontrollen höher bewertet als stumme Kontrollen,
es gibt auch keine festgelegte Karenzregelung, weder was die Zeit, noch was die Bestrafung derselben betrifft,
in Schlierbach waren z.B. letztes Jahr die ersten, ich glaub, 30 min der Karenz Strafpunktfrei.
Im Ori-Südwest-Pokal hingegen steht in Artikel 8
8.Die Fahrzeit darf nicht bewertet werden. Es werden 30 Minuten Karenz gewährt, deren Nutzung pro Minute mit je einer ½ Kontrolltafel (5 Strafpunkte) berechnet werden sollte.

Genaus steht in Artikel 7, dass eine falsche Kontrolle 10 Strafpunkte kostet. Es bleibt jetzt jedem selbst überlassen
hierzu etwas zu sagen, die Regelung im OSWP, macht zumindest mal das vergleichen einzelner Veranstaltungen,
anhand von Ergebnisslisten etwas leichter, da die Bewertung immer gleich ist.
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Ungelesener Beitragvon Peter Trunner » 28. 5. 06. 11:00

Es wird manchmal zu viel geschrieben und zu wenig gelesen.
Im Südwesten ist seit ich Orientierungsfahrten genehmigen lasse, es von oben herunter verboten eine Karenz zu gewähren!
Maximal 3 Stunden und 75 Kilometer werden genehmigt!
Die Einführung der Karenz, gegen die Vorgaben der Behörden, machte ich immer mit gewissen Hintertüren um den Druck von den Teams etwas zu nehmen.
Die Entscheidung 2 Minuten = eine OK wurde vor über zehn Jahren mehrheitlich bei der Gründung des OSWP getroffen und kann auf Antrag eines Mitgliedes des OSWP geändert werden.
Im Falle des 2ten Odenwaldexplorer gibt es genügend andere Dinge zum verbessern, bevor man an das Regelwerk der Meisterschaftsrunde geht.
Man sollte nicht Ursache und Auswirkung verwechseln.
Peter Trunner
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