Computer im Ori Sport?

Allgemeine Hinweise zu Veranstaltungen, Online-Ori's oder Veranstaltungsvorschläge dürfen hier unterbreitet werden.

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Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Miniheizer » 30. 11. 09. 11:02

Da im Bericht von Bernhard Kuhn auch der Einsatz von Computern als Hilfsmittel beim lösen von Ori Aufgaben angesprochen wurde möchte ich hier einmal meinen Standpunkt kundtun und würde mich über Meinungen anderer Ori Fahrer/Beifahrer freuen.

Bernhard Kuhn hatte das in seinem Bericht http://www.orie.de/bericht/715/ vom 29.11. 2009 über die Dinkelberg Ori folgendermaßen formuliert: Aber dazu sollten aus Gründen der Fairness zumindest alle die gleichen Chancen haben, finde ich. Wenn sich eines der Teams elektronisch aufrüstet mit mobilem Scanner, Laptop, GPS-Tracker und dergleichen (ich glaube, ihr wisst wen ich meine), dann liegt ein Sieg mit 0 (Null!) Strafpunkten durchaus im Bereich des Möglichen. Aber sehr fair gegenüber den andern Teams ist so etwas nicht, über einen mit derartigen Hilfsmitteln erzielten Sieg könnte ich mich selbst nicht recht freuen.

Dieser Aussage möchte ich mich voll und ganz anschließen.
Wollen wir ein Aufrüsten mit technischem Schnickschnack oder doch lieber das klassische (für alle gleiche und kostengünstige) Ori fahren wie bisher? Mit derartigem Wettrüsten schreckt man Anfänger ab, da die Anschaffungskosten für die ständig veraltete Technik sicher das Budget manches Ori Fahrers übersteigen.

Wenn Computer als Hilfsmittel weiterhin im OSWP geduldet werden, wird fortan in den meisten Fällen das Team mit der besten PC-Technik gewinnen.
    Denn dieses Team kann eine gespiegelte Aufgabe einfach wieder zurückspiegeln und ganz gemütlich lösen.
    Im Maßstab geänderte Kartenausschnitte über eine Original Karte legen und wieder auf die richtige größe skalieren.
    Mittels "digitaler Lupe" bist auf einzelne Pixelgöße in die Kartenausschnitte hineinzoomen.
    Kartenmanipulationen werden durch das übereinanderlegen von Original Karte und Aufgabenrepro ebenfalls offensichtlich.
    Das messen von Wegabschnitten ist ebenfalls kinderleicht und extrem genau.

Die Folge müssten demensprechend wesentlich schwierigere Aufgabenstellungen sein, die es einem Team ohne diesen Technik Klimbim quasi unmöglich machen eine fehlerfreie Fahrt zu absolvieren. Wozu das führt durfte ich sehr schön vor einigen Jahren an der Technischen Oberschule erleben. Im Mathematik Unterricht wurden damals Laptops mit Mathematikprogrammen eingeführt, daraufhin mussten die Aufgaben derart schwieriger gestaltet werden, damit es nicht zu einfach ist. Was dabei keiner bedacht hatte ist, dass die Schüler nur noch das Anwenden einer Software lernen, nicht aber die Mathematische Aufgabenstellung verstehen. Ganz toll ist das für all diejenigen die danach ein technischen oder Naturwissenschaftliches Studium anstreben, denn die dürfen sich alles nochmals auf althergebrachte Weise erarbeiten. Denn an den Unis und Fachhochschulen sind derartige Hilfsmittel tabu.

Ganz unabhängig davon stellt sich mir die Frage wie diese ganzen GPS Tracker, Laptops, Bildschirme und was weiß ich auch immer mit der StVZO in Einklang zu bringen sind? Denn ich glaube kaum, dass die Geräte entsprechend der geltenden Vorschriften im Fahrzeug gesichert sind. Was passiert wenn einmal der Airbag eines modernen Fahrzeuges dem Beifahrer den Laptop gegen den Kopf presst möchte ich mir lieber erst garnicht vorstellen.

dietmar
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Mc.Flurry » 30. 11. 09. 16:33

Hallo Dietmar,

zu dem Thema stehe ich eigentlich relativ neutral gegenüber. Die Computergeschichte mag zwar die einen oder anderen Dinge vereinfachen, aber wirklich bringen tun die Dinger in einer Ori auch nichts. Dass ein Veranstalter wegen diesen PC's seine Ori so schwer wie möglich gestaltet, halte ich für möglich und gefährlich. So eine Fahrt habe ich dieses Jahr auch schon mitgemacht. Wegen der allgemein schlechten Resonanz hatte der Fahrtleiter freiwillig Besserung gelobt...

Von daher ist der allgemeine "Pöbel" das Maß. Und wenn die Ori-Gemeinde sagt, das machen wir nicht mehr mit, dann wird so ein Mist einfach nicht mehr gemacht...

Ja, ich weiß! Meine Veranstaltungen sind auch schwer... Ja ja ich Großma...
Jedenfalls male ich alle meine Aufgaben per Hand ohne PC (Pixelpunkte hierbei nicht möglich!) und bastel mir Kartenfehler mit Schere und Brittstift (Man glaubt es kaum...). Alles in rot auf schwarz-weißem Grund. Damit man die Aufgaben besser sieht. Wegen dem selber malen, werde ich (hoffentlich) nicht übertreiben, aber da gehen die Meinung ab und an mal auseinander.

Zurück zum Thema:
Warum bringen die Dinger nichts?
Erstmal muss man am Start länger stehen und ausarbeiten (scannen) - gut bei einer ZK kurz hinter dem Start. Dann muss man die verschiedenen Anwendungen aus dem FF beherrschen, um Spiegelungen zu erkennen oder Originalkarten drüber zu legen. Wer im Beruf mit Computern arbeitet weiß auch, dass die Dinger auch spinnen können ;-)

Außerdem fehlt hier meiner Meinung nach der Gesamtüberblick. Somit gehen ein paar Meter Einbahnstraße auch mal verloren. Und überhaupt ist immer das Denkvermögen des Beifahrers ausschlaggebend für einen Sieg und nicht seine Hilfsmittel. Da können wir gleich alle Lupen verbieten (Ich selbst benutze eine Halbkugel zum Auflegen, bei der ich mir auch schon von Neidern anhören musste, dass diese unfair sei...). Wer richtig liest und denkt gewinnt! Wer jeden minimalen Schnippel sieht ist auch ein Kandidat! Aber man muss in einer Ori alles können!

Übrigens ist meistens "Ihr wisst schon wen", hinter mir bei einer Ori. Von daher sag ich Ihm immer: "Und? Gebracht hats dir nichts...". Alles wegen Lesefehler, Denkfehler und der paar Meter Einbahnstraße. Kein Grund sich in die Hose zu machen...

Diese Geräte sind doch eh nur für Alte und Blinde. Da ich mich nicht zu dieser invaliden Gruppe dazu zähle, habe ich kein Problem wenn ein paar Mitbewerber eine etwas stärkere "Lesebrille" benutzen...

Diese Teile sind nur dann am besten, wenn man sehr sehr sehr sehr genau hinschauen muss. Dafür muss der User den Verdachtsfall erstmal erkennen und dann ranzoomen . Wenn der Veranstalter auf solche Kleinigkeiten überhaupt nicht aus ist und im Verhältnis eher schlechte Kopien benutzt, ist der Vorteil eines PC's wieder hinfällig.

Und zum Thema STVO:
Was ist dann mit den Herrschaften mit Kartenbrettern aus Holz, wenn der Airbag auslöst? Oder anderen härteren Materialien? Wieso ist dann das große NAVI-Display im Auto nicht verboten, wenn es während der Fahrt leuchtet? Lenken die Leselampen, die in allen Ori-Fahrzeugen sind, nicht zu sehr den Fahrer ab?
Also der Gedanke geht wenn überhaupt gegen alle NachtORI's.

Gruß
Florian Reuter
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon bxfahrer » 30. 11. 09. 19:13

Florian, du sprichst mir aus der Seele.
Sicher hat dieses Jahr derjenige gewonnen, der einen PC benutzt. Ich denke er hat nicht gewonnen weil er den Laptop verwendet, sondern weil er einer der besten Beifahrer im Ori-Deutschland ist.
Sicher ht die PC Geschichte Vorteile, Dietmar, du hattest diese aufgezählt. Aber die Kollegen haben auch Nachteile, so wie du Florian diese aufzählst. Bei der 4. Oberschwaben-Ori hat fast jeder einen simplen Fehler gemacht (auch ich!!!). Man kam auf einen Wurm und fuhr über ein Dreieck die längere Seite diesen Wurmes an. Kürzer lt. Karte war aber ein anderer Wurm. So einen einfachen Fehler erkennen auch die PC Leute nicht.

Die Frage, verbiete ich das? Was will ich allles verbieten? Wie will ich das kontrollieren? Navi ist z.B. in vielen Autos fest eingebaut. Soll ich das Fahrzeug nicht zulassen?
Ich glaube das bringt nichts. Ich denke man muß als Fahrtleiter schauen, das die Aufgaben so gestellt werden, das die Vorteile der PC Technik die Nachteile aufwiegt.

Grüße
René

Edith: Was ich vergessen hatte, zur Zeit sitzen in dem mit PC Technik Fahrzeug 2 sehr gute Beifahrer!!! Und das ist ein zusätzlicher Vorteil.
bxfahrer
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Xodraz » 01. 12. 09. 11:34

Hallo,

die einzigen Vorteile, die ich in solcher PC-Nutzung sehe, sind:

1. Kartenfehler sind leichter zu erkennen (meine konventionelle Hauptfehlerquelle :D )
2. man kann Strecken genauer und schneller abmessen

Welche Strecken man aber abmisst, liegt immer (noch) in den Händen des menschlichen Bedieners.

Gerade bei Punkt 2 ist die Zeitersparnis nicht unerheblich, eben wegen dieser Ersparnis kann man sich dann näher
mit den anderen Schwierigkeiten beschäftigen.

Wie Rene schon richtig formulierte, gibt es Veranstaltungen bei denen Computer mehr oder weniger nützen. Und verbieten kann man das
eh nicht.

Jörg
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Miniheizer » 01. 12. 09. 12:22

Ihr vergesst einen entscheidenden Vorteil: Einbahnstraßen fallen dem PC Nutzer durch GPS gestütztes Tracking sofort auf. Ein Verfransen gibt es damit dann auch nicht mehr, da man sofort sieht ob man auf den gewünschten Weg, oder einen zu früh, oder zu spät abgebogen ist. Das spart extrem viel Zeit und vermeidet Fehler, gerade bei den letzten Aufgaben wenn es unter Zeitdruck wieder ins Ziel geht und man die aufgebauten Einbahnstraßen beachten muss.

Im klassischen Rallyesport wurde diese Problematik mit der Sanduhr- und Computer-Klasse gelöst. Interessant dabei ist, dass viele Veranstaltungen mittlerweile nur noch die Sanduhrklasse anbieten.
Sicher sind die Vorteile und auch die Anwendung unterschiedlich, aber auch hier ist der Computer schneller, und bietet somit einen unschätzbaren Vorteil gegenüber den Sanduhrfahrern.


Es ist doch nur eine Frage der Zeit bis ein Team in der Lage ist diese Technik vollumfänglich zu nutzen und dann allen anderen weit davon fährt - bisher ist es zum Glück noch nicht so weit, aber darüber bin ich mir auch im Klaren. Interessant ist jedenfalls, dass sowohl meine Beifahrerin (Mathematik Studium) als auch Benedikt Weber (Informatik Student) nichts von diesen Hilfsmitteln halten.

dietmar
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Sabine » 01. 12. 09. 14:27

Nachdem ich hier sowieso schon erwähnt wurde, gebe ich nun auch meinen Kommentar zu diesem Thema ab:

Um ein immer noch aktuelles Beispiel aus einem anderen Bereich zu bringen:
Vor einigen Jahren wurden in Gymnasien die graphischen Taschenrechner eingeführt. Laut Bildungsplänen sollen diese nur dazu dienen, den Rechenaufwand zu minimieren, um das mathematische Verständnis des Schülers zu fördern. Was ist passiert? Die Aufgaben wurden schwieriger, da man ja entsprechende Hilfsmittel hatte und die Schüler trotzdem gefordert sein sollten. Die Schüler verstehen weniger, lernen Tastenkombinationen asuwendig, die ihnen das Ergebnis liefern und können nicht einmal sagen, was sie eben berechnet haben.

Solang ein einzelnes Team mit Computer fährt wird das nicht passieren. Das würde ich auch noch als Herausforderung sehen, besser als der Computer zu sein. Das Problem tritt auf, sobald mehrere Teams diese Technik beherrschen (nicht nur einsetzen!). Wenn erst mal ein paar Fahrten waren, bei denen mehrere Teams mit 0 Fehlern ins Ziel kamen, werden die Aufgaben automatisch schwieriger werden und damit ohne Technik einen zuhohen Zeitaufwand haben (natürlich kann ich mit Papier und Bleistift schwierige Aufgaben ausrechnen, aber ich brauch wesentlich länger als der Taschenrechner).

Wenn nun ein neues Anfänger-Team kommt, wird es nicht mehr erklärt bekommen, dass man den kürzesten Weg fahren muss, keinen Gegenverkehr etc.
Die Anweisungen werden dann folgendermaßen aussehen:
Wenn du an eine Straße kommst, die rot markiert ist, bist du hier schon einmal gefahren. Schau nach der Pfeilrichtung. Wenn sie mit deiner Fahrtrichtung übereinstimmt, darfst du fahren, ansonsten fahre den Punkt von der anderen Seite an.
Markiere Punkt A, B und C. Lasse den Computer die kürzeste Strecke von A nach B und von A nach C suchen und wähle die kürzere Möglichkeit.
Damit können die Anfänger zwar fahren, werden vermutlich auch nicht alzu viele Fehler machen, wenn sie diese Anweisungen verstanden haben - aber den Sinn einer Ori haben sie damit nicht verstanden. Und sobald die Technik ausfällt, müssen sie beim Veranstalter anrufen, damit er sie abholt, weil sie nicht wissen, wie sie zurück kommen.

Davon abgesehen werden sich die wenigsten Anfänger eine solche Ausrüstung leisten können. Auch wenn viele heute einen Laptop besitzen, die Programme kosten auch Geld. Das wiederum wird sicher einige Interessierte abschrecken, sich so eine Veranstaltung näher anzuschauen. Oder sollen in Zukunft von den Veranstaltern die nötigen technischen Hilfsmittel für Anfänger gestellt werden?

Und zum Thema wie man das überprüfen soll: In anderen Ori-Veranstaltungen ist es bereits verboten. Da gibt es dann mal einen kurzen Blick ins Auto an der Stempelkontrolle. Klar, kleine Geräte lassen sich auch dabei noch verstecken, aber vielleicht kann man da auch spezielle Kontrollen einführen, die erst spät sichtbar sind, so dass zum wegräumen kleiner Geräte keine Zeit bleibt. Eingebaute Navis könnte man evntl. abkleben, so dass sie auch nicht benutzbar sind, die Autos aber weiterhin mitfahren können.

Zusammengefasst: Solang es bei einem einzelnen Team bleibt, können sie soviel Technik einsetzen wie sie wollen. Wenn es mehrere Teams geben sollte, wird irgendwann eine Entscheidung fällig, bei der ich mich gegen Computer aussprechen würde, sofern es nicht zwei getrennte Klassen gibt.

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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon genussfranzer » 01. 12. 09. 15:00

wo fängt man an zu verbieten??
ein modernes Handy kann GPS tracking
kann Foto machen die man vergrößern kann
viele Handys können heute mehr als mancher alter laptop
genussfranzer
 
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Sabine » 01. 12. 09. 15:21

Hallo Genussfranzer,

also wenn man technische Hilfsmittel verbietet, dann muss man selbstverständlich auch Handys, Handhelds, etc. verbieten. Man kann sein Handy ja auch im Kofferraum mitführen, dann hat man für Notfälle eins dabei, aber es ist während der Fahrt außer Reichweite.
Ja, das lässt sich wieder schlecht kontrollieren. Aber sollte man sich nicht einfach als Teilnehmer an die Regeln halten, auch ohne dass sie kontrolliert werden? Einfach nur weil es den anderen gegenüber fair wäre? Wir fahren doch schließlich alle nur mit, weil wir ein schönes Hobby haben wollen, und nicht weil wir unbedingt den ersten Platz brauchen oder damit Geld verdienen oder sonst etwas wollen.

Und ansonsten: In den Regeln steht auch, dass man sich an die StVO halten soll. Welcher Veranstalter kontrolliert das? Man kann Stichproben nehmen, aber mehr nicht. So wäre es bei technischen Hilfmitteln auch. Man kann nicht alles kontrollieren. Wer sich nicht an die Regeln halten will, kann das in vielen Fällen tun. Aber ich denke, so sportlich sollte man bei einer Veranstaltung, bei der es nur um den Spaß geht, sein.

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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Mc.Flurry » 01. 12. 09. 17:11

Also Leute,

hier werden Gedanken drüber gemacht welche Dinge verboten werden sollten und wie man das ganze noch kontrolliert...

Das geht mir doch zu weit und in die Richtung Kleinkarat gemäß § 0815 Abs. 1 Regelhandwerk OS...

Lasst doch die Teilnehmer machen was Sie wollen! Bloß wenn einer einen Superteuren Laptop für die Ori hat, gehe ich doch nicht auf die Barrikade und will die Dinger gleich verbieten, weil ich so ein Ding nicht habe (oder mir nicht leisten kann)!

Die lieben Anfänger kommen doch erstmal zum Schnuppern rein, sofern es Anfänger noch gibt. Da gibt es eine eigene AnfängerKlasse mit eigenen Anfängeraufgaben. Wer von denen ein PC benutzt macht trotzdem seine 120 Strafpunkte...
Ori-Fahren ist Sache des Denkers und nicht des Rechners...

Der eine oder andere Veranstalter wird seine Ori, wenn mehrere Teilnehmer PC's benutzen schwieriger machen im Rahmen seiner Möglichkeiten (meistens eh begrenzt). Es wird aber eher in die Richtung gehen, dass die Ori's ANDERS werden:
Dann wird eben wieder mehr gemalt und aufgelegt (oder nur aufgelegt mit kopierter Folie)...
...und schon ist das PC Problem wieder erledigt - weil das können die Dinger noch nicht.

Wenn mehrere Teilnehmer die Rechnerausrüstung benutzen, dann haben sie lediglich ein tolle Lupe für viel Geld gekauft (Gut, messen ist etwas einfacher...). Aber dass der Rechner alle gefahrenen Wege anzeigt ist (noch) Quatsch. Ich hab mir ein aktuelleres Model angeschaut und mal damit rumgespielt, aber das eben beschriebene kann das Teil definitiv nicht. Lediglich Zoomen und Messen. Kein Vorteil bei Einbahnstraßensystem mit rot markierten Straßen. Und wie einst beschrieben fehlt der Gesamtüberblick - ein entscheidender Nachteil!

GPS Tracker und NAVI's sind doch lediglich Standortkarten. Hat doch eh fast jedes neuere Auto. Da kann man die Autos auch gleich verbieten und wir machen Orientierungsläufe zu Fuß - würde der einen oder anderen Figur gut tun...

Jedenfalls hab ich ein Navi im Privatauto (nicht im ORI-Auto) und kann nur sagen, die Dinger dienen der Orientierung: "Auf welcher Straße bin ich hier eigentlich?" - Mal ganz ehrlich: Für ein Profi ein Armutszeugnis, wenn er net weiß, wo er ist...
Zur Kontrolle ganz net, aber ich brauchs net... ...wann verfährt sich mal ein Profi?? Jeder Profi, der ein GPS drin hat, muss sich doch sowieso schon blöde Sprüche anderer Teilnehmer anhören...

Wer zu viel zu kontrollieren (GPS mit Karte vergleichen zum Beispiel) hat, macht auch mehr Fehler.

Zum Thema Handy:
Ich hab einen Schlüsselanhänger mit Lämpchen, könnte mir bei einer Nachtori einen entscheidenden Lichtvorteil bringen...
...wer will mir den jetzt verbieten?

Zur These der allgemeinen Verdummung (Taschenrechner-Beispiel):
Schade, dass der PC die Aufgaben nicht von selbst löst...

Der Beifahrer mit techn. Hilfen macht doch nichts anderes als der ohne diese Hilfsmittel:
Aufgabe Anschauen, Nachdenken und (meistens falsch) lösen...

Gruß
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Bene » 01. 12. 09. 17:35

Servus,

also ich denke wenn man den Rechner beherrscht, kann man sich dadurch das schon um einiges vereinfachen (Karten drehen, übereinander legen,...). Das Zeitproblem mit dem Scannen kann man vermutlich mit dem entsprechenden Aufwand auch noch reduzieren. Dies richtig angewendet bietet sicher einige Vorteile.

Solange es ein Team anwendet sehe ich da noch nicht so das Problem und man freut sich wenn man ohne Technik besser ist.

Interessant wird es erst wenn mehrere Teams auf diese Technik setzen. Dank UMTS arbeitet dann nicht mehr nur ein Beifahrer sondern es können dann auch mehrere Beifahrer gemeinsam Karten bearbeiten und Aufgaben lösen und diese Lösungen austauschen. Da löst dann der "Profi" die Aufgaben und lässt diese dann dem "Anfänger" zukommen der "nur" noch Abfahren muss. Oder der eine Arbeitet den Anfang aus und der andere macht Schonmal den Schluss der ORI.

Dort sehe ich in der Zukunft eher Probleme.

Gruß

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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Miniheizer » 01. 12. 09. 18:41

Mc.Flurry hat geschrieben:Wenn mehrere Teilnehmer die Rechnerausrüstung benutzen, dann haben sie lediglich ein tolle Lupe für viel Geld gekauft (Gut, messen ist etwas einfacher...). Aber dass der Rechner alle gefahrenen Wege anzeigt ist (noch) Quatsch. Ich hab mir ein aktuelleres Model angeschaut und mal damit rumgespielt, aber das eben beschriebene kann das Teil definitiv nicht. Lediglich Zoomen und Messen. Kein Vorteil bei Einbahnstraßensystem mit rot markierten Straßen.

Dann solltest du lieber Florian dich mal mit der Technik und den Möglichkeiten etwas genauer beschäftigen, denn genau das geht damit hervorragend. Und wenn eines der möglichen Programme dafür auch nur eine farbige Linie zeichnet, ohne Richtungsangabe, so ist das nur eine Kleinigkeit für einen findigen ITler da ein kleines Plug-in zu schreiben, das im Abstand x statt nur einem Punkt einen kleinen Pfeil macht. Schon hast du die Richtung in der du gefahren bist aufgezeichnet und sichtbar in deiner Übersicht oder wenn du es weiter treiben willst auch in der jeweiligen Aufgabe.

GPS Tracker und NAVI's sind doch lediglich Standortkarten. Hat doch eh fast jedes neuere Auto.

Ja, es sind nur Standortbestimmungssysteme, die aber auch die jeweilige Richtung in die man sich bewegt mit aufzeichen und anzeigen können, darüber kann man mit einem kleinen Script eine Menge an netten Hilfestellungen generieren.

Auch das Folienbeispiel hinkt gewaltig, denn auch die Folien kann man scannen und dann digital auf der Karte herumdrehen und anlegen.

Aber den eigentlichen Problemfall hat Bene angesprochen: Vernetzung!
Es ist ein leichtes mit einem entsprechend ausgerüsteten Laptop über ca. 100m reichende Netzwerke aufzubauen, oder gar über UMTS wesentlich weiter reichende Verbindungen zu anderen Teilnehmern aufzubauen. Wenn jetzt ein Profiteam mitbekommt, dass die Anfänger die selbe Strecke fahren nur deren Pfeile teilweise numeriert sind, dann wäre es doch ein leichtes, diese Unterlagen als Hilfe hinzuzunehmen. Sie müssen noch nicht einmal direkt in Kontakt treten sondern könnten die Daten austauschen ohne dass jemand etwas mitbekommt. Auch das gemeinsame Ausarbeiten wie von Bene angesprochen ist damit kein Problem. Die Möglichkeit, dass verschiedene Clients (Beifahrer) an ein und der selben Karte arbeiten und danach nur das gemeinsam ausgearbeitete abfahren ist sicher auch mit kleinen Hilfsprogrammen realisierbar. Dass es das für den Ori Fahrer nicht von der Stange zu kaufen gibt, sollte dabei klar sein. Aber ein Informatiker, der sich mit entsprechenden Thematiken auseinandersetzt wird sicher entsprechende Libaries und freien Code finden, mit dem er ein Grundgerüst für solch eine Applikation aufbauen kann.
Wenn das Scannen ein Problem darstellt, dann ist man nur nicht kreativ genug. Ich behaupte, dass ich das Erfassen eines normalen Bordbuches innerhalb von weniger als einer Minute schaffe und dabei wesentlich weniger sperrige Technik benötige.

So etwas geht aber bislang nur mit Laptop oder einigen wenigen Mobiltelefonen, ein festeingebautes Navi oder auch ein mobiles sind da wenig brauchbare Helfer und daher von mir nicht als kritisch gesehen.

Da hier immer wieder auf das Team mit bisherigem PC Einsatz bezogen wird - um die geht es mir dabei eher weniger. Dieses Team ist mit konventioneller Technik schon auf die Plätze verwiesen worden, denn hier wird der PC in erster Linie auch tatsächlich als digitale Lupe eingesetzt.

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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Peter Trunner » 01. 12. 09. 20:22

Aber den eigentlichen Problemfall hat Bene angesprochen: Vernetzung!


Hallo Leute,

das gibt es doch schon lange.
Mir sind mehrere Fahrten bekannt, bei der ein A-Team einem B-Team die "Musterbordkarte" telefonisch übermittelt hat.

Gruß aus Bietigheim
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon michl » 01. 12. 09. 22:31

und genau deshalb ist in Bayern schon eig lange das benutzen von mobilen Fernsprecheinrichtungen verboten. dazu zählt CB Funk, sowie das Handy.

den CB Funk konnte man durch mithören bedingt überwachen, beim Handy leider unmöglich

in Bayern gab es vor Jahren ein Team, das die Aufgaben gescannt hat, die Karenausschnitte zurechtgeschoben hat, und alle Aufgaben auf einer großen Karte hatte. seit der Computer da verboten wurde, fährt dieser Beifahrer nicht mehr.

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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Mc.Flurry » 02. 12. 09. 11:18

Hallo Dietmar,

so wie Du von dem ganzen technischen KlimmBimm schreibst, scheinst Du ja richtig Ahnung davon zu haben - Hast Du etwa selbst den ganzen Kram im Auto oder was? Du kannst also unter einer Minute ein Bordbuch einscannen, also hast Du das schon öfters ausprobiert - sonst würdest Du doch solche Behauptungen gar nicht erst in den Raum stellen.

IST JA AUCH EGAL:
Wie viele ORI-Teilnehmer haben das technische Wissen um den ganzen beschriebenen Schmodder durchzuführen - sprich sind IT-ler - Meistens sind die lieben Kollegen aus dem Handwerk oder Kaufmänner...

Zur Vernetzung:
Na und? Es gibt auch Teilnehmer die hintereinander her fahren und dann nebeneinander die Aufgaben und Kontrollen vergleichen / lösen. Da braucht man kein Handy oder UMTS. Selbst wenn über die Technik eine Gruppenarbeit via UMTS angestoßen wird (zur Erinnerung: noch ist die ORI Szene weit davon entfernt), frage ich mich was das bringt? Teilt man sich dann den Platz oder muss der Eine, der schlechter ans Gatter gefahren ist, eine falsche Lösung übertragen, damit er wieder vorne ist. Von daher wird eine Gruppenarbeit nie über zwei befreundete Teams hinaus gehen. Sobald drei im Boot sitzen wird das Konkurenzdenken zu groß...

Noch haben wir nicht mehrere technisch voll ausgestattete ORI Teilnehmer, deshalb muss man sich nicht wirklich darüber Gedanken machen. Es fing hier mal an, ob die Techischen Feinheiten unfair den anderen gegenüber sei. Wie mal einst von mir beschrieben sehe ich (nach heutigem Stand) das nicht so.

Zur Zeit mache ich mir über die Technik und deren hier beschriebenen Fähigkeiten keine Sorgen.
Gruß
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Re: Computer im Ori Sport?

Ungelesener Beitragvon Mc.Flurry » 02. 12. 09. 12:13

Habe ich ja erst jetzt gesehen:

Miniheizer hat geschrieben:Da hier immer wieder auf das Team mit bisherigem PC Einsatz bezogen wird - um die geht es mir dabei eher weniger. Dieses Team ist mit konventioneller Technik schon auf die Plätze verwiesen worden, denn hier wird der PC in erster Linie auch tatsächlich als digitale Lupe eingesetzt.

dietmar


Hast Du lieber Dietmar hier bei dem Thema nicht angefangen mit dem Bericht, der Dinkelberg ORI - Hier sei die Benutzung von technischen Hilfsmitteln unfair den anderen gegenüber (Weil Sieg eines Teams mit null Fehlern inkl.Technik KlimBim)? Du würdest dieser Aussage aus dem Bericht voll zustimmen?

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bei akuten Meinungswechsel...
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